Brennweite und Perspektive

Oft werden für Beauty- und Portraitaufnahmen sehr lange Brennweiten eingesetzt.  Dafür gibt es zwei Gründe, der Erste ist die Verzeichnung der Objektive bei bestimmten Brennweiten. Der Zweite ist, dass man weniger Hintergrund auf das Bild bekommt, weil sich die Perspektive ändert. Warum das so ist, möchte ich hier einmal kurz und bündig erklären.

100mm(links) / 300mm(rechts)

Als Beispiel dienen diese zwei Bilder vom Taubenhaus nahe Wörlitz. Das Erste Foto wurde mit 100mm, das Zweite mit 300mm aufgenommen. Obwohl es sich quasi um das selbe Bild handelt, unterscheiden sich die Aufnahmen in der Perspektive sehr stark. Die Bäume die bei 100mm nur rechts vom Haus im Bild sind, füllen den Hintergrund bei 300mm nahezu komplett aus. Dass kommt daher, da der Blickwinkel bei 300mm natürlich viel kleiner ist als bei 100mm. Zum besseren Verständnis habe ich eine kleine Grafik erstellt. Wie man sehen kann, verkleinert sich der Blickwinkel mit zunehmender Brennweite, man muss also weiter vom Subjekt entfernt sein um den selben Bildausschnitt festzuhalten. Die neue Perspektive entsteht also durch den neuen, weiter entfernten Standpunkt. Wenn man also vom 300mm-Standpunkt mit 100mm ein Foto machen würde und nur den Ausschnitt mit dem Haus herausnehmen würde, hätte man genau die gleiche Perspektive wie mit 300mm Brennweite.

Wer sich ausführlicher mit diesem Thema beschäftigen möchte, dem kann ich folgende Artikel auf  kwerfeldein.de und  helmar-baumann.de empfehlen.

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