Low-key mit einfachen Mitteln

Low-key heißt auf deutsch so viel wie zurückhaltend, schwach oder unauffällig. In der Fotografie bezeichnet man als Low-key, Fotos in denen dunkele Töne im Bild vorherrschen, es sich  aber nicht um eine Unterbelichtung handelt. Ich möchte hier kurz erklären wie man mit recht einfachen Mitteln Low-key-Fotografie betreiben kann.

Der Grundaufbau besteht aus nur einer Lichtquelle, einem Aufheller, sowie dem Schwarzen Hintergrund. Als Aufheller nutze ich eine einfache Styroporplatte aus dem Baumarkt und als Hintergrund eine schwarze Mikrofaserdecke, da diese durch ihre Oberfläche das Licht kaum reflektiert.  Beides zusammen Kostet etwa 5€, wobei mein man die Decke schon ab 2,99€ bei Kick oder ähnlichen Discountern bekommt. Als Lichtquelle dient bei mir ein entfesselter Blitz auf einem Stativ, man kann aber auch einen Baustrahler oder jede andere geeignete Lichtquelle nehmen. Wichtig beim Einsatz von Baustrahlern ist zu beachten dass diese sehr heiß werden und der Weißabgleich stimmen muss.

Um die für Low-Key typischen harten Schatten zu bekommen, sollte man seine Lichtquelle seitlich vom Subjekt positionieren. Oft hilft es den Winkel und Abstand etwas zu variieren, bis man den gewünschten Schattenwurf erreicht. Wenn das Hauptlicht richtig positioniert ist, kommt der Aufheller zum Einsatz. Mit ihn kann man gezielt dunkele Bildteile etwas aufhellen, die sonst vielleicht schon im Schwarz absaufen würden. Natürlich ist der Einsatz des Reflektors kein Muss, er ist lediglich ein Gestalterisches Mittel, was man je nach Lust und Laune einsetzen kann. Oft werden einzelne Bildteile bewusst auch unterbelichtet, um das Foto noch dramatischer und düsterer wirken zu lassen. Eine bewährte Methode ist es, sich vom Grundaufbau durch kleine Variationen Stück für Stück heranzuarbeiten bis das gewünschte Bild entstehen kann.

Dazu sollte man sich Zeit nehmen und das Modell auch etwas in diesen  Prozess einbeziehen. Dabei reicht es schon wenn ihm man sagt was man gerade am Aufau ändert und was man damit erreichen will. Auch wenn es vielleicht nicht jedes Detail versteht, hilft es die Zeit etwas zu überbrücken ohne dass sich das Modell sitzen gelassen fühlt. Und ein gut gelauntes Modell ist natürlich das Wichtigste für jedes gute Foto, ob nun Low-Key oder nicht.

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