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  • Tipps zur Hochzeitsfotografie #1

    Viele von Euch die gern fotografieren werden es kennen. Früher oder später kommt die Frage: „Hast du nicht Lust auf unserer Hochzeit ein paar Fotos zu machen?“

    Hochzeitsfotografie

    Allen bei denen die erste Hochzeit als Fotograf demnächst ansteht, möchte ich hier einige Ratschläge an die Hand geben. Ursprünglich waren drei Artikel geplant, da es aber doch mehr geworden sind, hier ein kurzes Inhaltsverzeichnis aller Artikel:

    Tipps zur Hochzeitsfotografie #1

    1.1 Ja oder Nein
    1.2 Die Ausrüstung
    1.3 Der Fotograf selbst

    Tipps zur Hochzeitsfotografie #2 – Vorbereitungen

    2.1 Das Vorgespräch
    2.2 Die Hochzeit vorbereiten

    Tipps zur Hochzeitsfotografie #3 – Die Trauung

    Tipps zur Hochzeitsfotografie #4 – Portraitshooting und Gruppenbilder

    4.1 Gruppenbilder
    4.2 Das Portraitshooting

    Tipps zur Hochzeitsfotografie #5 – Die Hochzeitsfeier

    Tipps zur Hochzeitsfotografie #6 – Sichten, Sichern und Bearbeiten

    6.1 Sichern
    6.2 Sichten und Bewerten
    6.3 Die Bearbeitung

    1.1 Ja oder Nein

    Als erstes sollte man sich die Frage stellen: Möchte ich eigentlich auf der Hochzeit fotografieren oder nicht? Wenn ihr ein ungutes Gefühl dabei habt die Trauungszeremonie zu fotografieren oder euch nicht zutraut die Hochzeitsportraits zu machen, sagt es dem Brautpaar. Was bringt ein Freundschaftdienst wenn die Freundschaft aufgrund von schlechten Hochzeitsfotos zerbricht.

    Allen Anderen sei vorweg schon einmal gesagt: Schwitzige Hände und ein erhöhter Puls sind beim ersten mal ganz normal, es macht aber trotzdem einen riesen Spaß.

    1.2 Ausrüstung

    Über die Ausrüstung möchte ich eigentlich nicht viele Worte verlieren. Prinzipiell eignet sich fast jede moderne DSLR zur Hochzeitsfotografie. Idealerweise sollte man auch ein lichtstarkes Objektiv und einen Aufsteckblitz haben, denn das Licht in vielen Kirchen und Standesämtern ist nicht gerade das Beste. Ich bevorzuge auf Hochzeiten immer Zoomobjektive, weil ich damit flexibler arbeiten kann. Festbrennweiten kommen nur gezielt zum Einsatz, wenn ich die Lichtstärke brauche oder einen bestimmten Effekt erzielen will. Anzumerken wäre noch, dass ein zweiter Kamerabody wirklich nützlich ist. Auch wenn das Risiko sehr klein ist, eine Kamera kann kaputt gehen. Falls euch der Verschluss der Kamera auf der Hochzeit um die Ohren fliegt und ihr habt keinen Ersatzbody dabei, will ich nicht in eurer Haut stecken. Natürlich müsst ihr nicht gleich eine zweite Kamera kaufen. Wenn ihr keine Zweite habt, ist ausleihen sicher die beste Möglichkeit.

    Noch einen Insidertipp zur Ausrüstung: Die Chance dass jemand fragt, ob ihr nicht auf seiner Hochzeit fotografieren wollt, lässt sich mit langen Teleobjektiven stark steigern. Denn wer so eine lange Linse hat, muss ja zwangsläufig gute Bilder machen oder? 😉

    1.3 Der Fotograf selbst

    Wichtiger als die Kamera selbst, ist die Person hinter der Kamera. Diese sollte natürlich wissen was sie tut, denn zum testen der Kameraeinstellungen ist eine Hochzeit auf jeden Fall die falsche Gelegenheit.

    Hier mal eine kleine Checkliste mit Dingen die euch geläufig sein sollten:

    • Was sind Blende, Belichtungszeit, ISO und die Belichtungskorrektur?
    • Wie funktioniert Zeitvorwahl, Blendenvorwahl und der Manuelle Modus?
    • Wie hoch ist die brauchbare ISO bei eurer Kamera, ohne dass das Rauschen zu stark wird?
    • Wie bringst ihr den Autofokus der Kamera dazu, dass er das macht was er soll?
    • Wie nutzt man den Aufsteckblitz der Kamera ohne das Motiv „flach“ zu blitzen?

    Falls ihr mit einem dieser Begriffe nichts anfangen könnt, solltest ihr euch vor der Hochzeit unbedingt schlau machen .

    So viel zu zur Einführung in das Thema, im zweiten Teil geht es mit den Vorbereitungen den weiter.

  • Mein Lieblingsbild 2010

    Oft ist es schon schwer, von einem einzigen Shooting sein Lieblingsbild zu benennen. Da scheint es  nahezu unmöglich sein Lieblingsfoto aus einem ganzen Jahr zu finden. Ich habe 2010 einige tolle Hochzeiten als Hochzeitsfotograf begleiten dürfen. Da liegt es doch nahe, eines der vielen wunderschönen Hochzeitsbilder als die Nummer Eins zu betiteln. Doch nach kurzer Überlegung ist mir ein ganz anderes Foto sofort ins Auge gesprungen.

    Es ist ein Bild, dass einen Läufer beim Zieleinlauf im Rahmen des Mittendeutschen Marathons in Halle zeigt. Ich habe mich für dieses Foto entschieden, weil ich den Kampfgeist und den Willen bewundernswert finde. Es ist wirklich nicht alltäglich in diesem Alter an solch einem Lauf teilzunehmen. Daher ist dieses Foto mein persönlicher Favorit 2010.

    Mitteldeutscher Marathon

    Dieser Artikel wurde inspiriert von Martin Wolfs Blogparade auf visuellegedanken.de .

  • Frohes Fest

    Da Weihnachten ja vor der Tür steht, möchte ich allen Lesern schöne Weichnachtfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. Passend zu Weihnachten, präsentiere ich gleich noch meine frische Lebkuchenkamera.

    Lebkuchenkamera

    Ich habe mich so kurz vor Weihnachten mal im backen von Lebkuchen probiert. Sie sind wirklich echt lecker geworden, nur meine Lebkuchenkamera ist irgendwie etwas unförmig geraten. Ich habe dann mit Zitronenguss noch drauf geschrieben um was es sich handeln soll, dass es auch jeder erkennt. Ich glaube nächstes Jahr probiere ich mal eine echte Lochkamera aus Lebkuchen zu backen und liefere dann zu Weihnachten ein Foto aus dieser Kamera ab.

    Jetzt noch einen kleinen aber feinen Link. Robert Kneschke macht auf seinem Blog eine weihnachtliche Spendenaktion. Für jeden Link auf seinen Artikel, spendet er 10€ an „Reporter ohne Grenzen“. Eine sehr schöne Aktion wie ich finde, wer also von Euch bloggt kann sich gern beteiligen.

  • Erfahrungsbericht: Tokina ATX 12-24mm/4 Pro DX

    Tokina ATX 12-24 4 DXIm Sommer habe ich meine Linsensammlung mit einem Ultraweitwinkel erweitert. Die Wahl ist auf das Tokina 12-24  gefallen, weil es neben dem guten Preis-Leistungsverhältnis auch oft für seine -für ein Ultraweitwinkel- geringe Verzeichnung gelobt wird,  was mir beim fotografieren von Menschen sehr wichtig ist.

    Ich habe die ältere Version vom Objektiv, also nicht die DX II Variante. Die meisten Fakten sollten aber auch auf die neue Version zutreffen.

    Was beim Tokina wirklich sofort uns Auge fällt, ist die sehr hochwertige Verarbeitung. Das Objektiv selbst ist aus massivem Metall gefertigt, Zoom- und Autofokusring sind aus hochwertigem Kunststoff. Hier wackelt oder knarkst nichts und der Zoom ist butterweich.  Eine Besonderheit ist sicherlich, dass man durch vor- und zurückschieben des Fokusrings zwischen Autofokus und manuellem Fokus umschalten kann, was in der Praxis sehr schnell und einfach von der Hand geht.

    Wo wir  schon mal beim Autofokus sind, der selbige arbeitet wirklich schnell und es gibt keinen Anlass zum meckern. An beiden Bodys (EOS 50d und EOS 1000d) sitzt der Autofokus auf den Punkt.

    In Sachen Abbildungsleistung muss die sich Linse ebenfalls nicht verstecken. Selbst bei Offenblende liefert sie gute Ergebnisse und durch weiteres abblenden kann man noch etwas mehr Detailschärfe herausholen. Wie alle Ultraweitwinkel-Objektive neigt auch das Tokina 12-24 zu Lensflares, Randabschattungen und Chromatischer Aberration. Wobei sich die Chromatischen Ränder und die Vignettierung in Lightroom sehr einfach entfernen lassen und somit in den meisten Aufnahmesituationen kein Problem darstellen.

    Wer sich an Lensflares bei Gegenlicht stört, sollte mal einen Blick auf die neue Version werfen. Das Tokina ATX 12-24mm/4 Pro DX II * soll hier mit einer neuen Vergütung der Linsen für etwas Abhilfe sorgen.  Allen anderen kann ich bedenkenlos auch die alte Version ans Herz legen, die man auf dem Gebrauchtmarkt teilweise schon recht günstig bekommt.

    Pluspunkte:
    + Hochwertige Verarbeitung
    + Präziser und schneller Autofokus
    + Gute Abbildungsleistung
    + Geringe Verzeichnung (für ein UWW)

    Negativpunkte:
    –  Häufig Lensflares bei Gegenlicht

    Zusammenfassend kann man sagen, dass Tokina hier ein Objektiv hat, was sich vor der Konkurrenz nicht verstecken muss und selbst den viel teureren Linsen der Kamerahersteller durchaus das Wasser reichen kann. Im Anschluss gibt es noch einige Fotos die ich mit dem Objektiv gemacht habe. Alle Bilder sind unbeschnitten und wurden bei 12mm aufgenommen. Wenn ihr Fragen oder Meinungen zur Linse habt, könnt ihr diese gern in die Kommentare schreiben.

    *Affiliate Link -> Wenn Ihr über den Link etwas kauft, bekomme ich einen kleinen Obolus,  Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr. ( Danke für Eure Unterstützung!)

  • Ein Foto verschiedene Bilder

    Heute möchte ich anhand eines einzelnen Fotos zeigen, dass man durch gezielten Beschnitt verschiedene Bildwirkungen erreichen kann. Dafür habe ich ein Bild gewählt, was ich im März 2009 gemacht habe und seitdem immer mal wieder am Wickel hatte, um den Ausschnitt zu ändern. Diese unterschiedlichen Beschnitte möchte ich kurz und bündig besprechen.

    Silhouette Orginal
    Silhouette Orginal

    Als erstes gibt es den Originalausschnitt zu sehen, so wie das Bild auch aus der Kamera kam. Das Hauptmotiv ist die Silhouette, die durch den Gang vor und hinter ihr ziemlich genau im Mittelgrund des Bildes steht. Durch die mittige Positionierung entsteht zusätzlich eine gewisse Symmetrie zwischen Subjekt, Wänden und den Schatten auf dem Boden. Durch die Begrenzung in alle Richtungen wirkt das Bild auf den Betrachter schnell erdrückend. Die „böse“ Silhouette kommt praktisch unausweichlich auf den Beobachter zu.

    Silhouette erster Beschnitt
    Silhouette erster Beschnitt

    Im ersten Beschnitt ist das Hautmotiv immer noch Mittig. Dadurch dass die Decke oben im Bild abgeschnitten wurde, bekommt der Vordergrund mehr Gewicht im Bild. Durch den engeren Ausschnitt verliert das Foto zudem etwas von seiner Tiefe. Gleichzeitig ist das Bild jetzt nach oben offen und bekommt dadurch eine gewisse Unendlichkeit.

    Silhouette zweiter Beschnitt
    Silhouette zweiter Beschnitt

    (mehr …)

  • In eigener Sache – Ein kleiner Ausblick

    Carsten Stolze Low KeyDa in der kalten Jahreszeit nur selten neue Hochzeitsbilder anfallen die ich zeigen kann, möchte in den nächsten Wochen verstärkt ältere Arbeiten bloggen. Den Anfang mache ich gleich mit einem Low-Key Selbstportrait, was im Frühjahr diesen Jahres entstanden ist. Selbstportraits sind ja immer so eine Sache, gerade wenn man meist hinter der Kamera steht, ist man mit Bildern von sich selbst oft überkritisch. (Aufs Bild klicken zum vergrößern)

    Zudem habe ich seit dem Sommer zwei neue Objektive in Gebrauch, über die ich einen Erfahrungbericht verfassen werde. Als erstes werde ich mir das Sigma 70-200 mm F 2.8 II vornehmen und etwas später dann meine Meinung zum ATX 12-24mm/4 Pro DX Ultraweitwinkel von Tokina zum besten geben.

    Zu guter Letzt plane ich noch eine kleine Serie zur Hochzeitsfotografie. Darin möchte ich allen Fotografen einige Tips und Ratschläge an die Hand geben, bei denen die erste Hochzeit ansteht. Denn bei einem kann man sich sicher sein: Sobald man eine Kamera mit dicker Linse sein Eigen nennt, dauert es nicht lange bis Freunde oder Verwandte an die Tür klopfen und fragen ob man nicht „ein paar Bilder“ auf ihrer Hochzeit machen kann. Ihr könnt euch also schon mal auf Empfehlungen für die besten „Hast du nicht Lust auf unserer Hochzeit zu fotografieren“ – Objektive freuen. 😉

  • Ausstellung im Gohliser Schlösschen Leipzig

    Letzte Woche war ich in Leipzig auf einer Ausstellung. Allerdings habe ich nicht selbst ausgestellt, sondern habe die Ausstellung für das Leipziger Modellabel Cupid und Psyche begleitet. Geplant war während der Ausstellung im Schloss gleich einige Outfits zu shooten, was allerdings aufgrund des großen Besucherandrangs am Sonntag dann doch nicht geklappt hat.

    Trotzdem sind einige schöne Fotos mit Impressionen der Ausstellung im Gohliser Schlösschen entstanden, die euch zeigen möchte.

    Besonders zu erwähnen ist das Zweite, Dritte und Vierte und Sechste Bild der Galerie.

    Bild Nummer zwei zeigt die Texilkünstlerin Ulrike Drasdo aus Hohenfelden am Webstuhl, die als Bildweberin vor allem Wandbehänge gestaltet.

    Das dritte Bild zeigt den Künstler Tom Tschunkert, der auf der Ausstellung seine Lichtmalerei vorgestellt hat. Wer sich dafür interessiert findet einige seiner Bilder unter dem Link zu seiner Mygal-Galerie, wo er unter dem Namen „terrapix3000“ zu finden ist.

    Das Vierte Foto wurde von Susan Scheiblich geschossen, der ich kurz meine Kamera geborgt hatte. Es zeigt den Blick durch das Fenster vom Schloss auf den Seitenflügel. Nach einer kurzen Bearbeitung, hat es mir so gut gefallen dass ich es einfach zeigen musste.

    Das letzte und Sechste Bild zeigt eine Arbeit Schmuckdesignerin Anousch aus Berlin, für die ich kurz einen Ihrer Schätze fotografiert habe.

  • Webtip: Vorschau auf GIMP 2.8

    Ich bin eben beim stöbern im Netz über eine ausführliche Vorschau auf die neue Version von GIMP gestoßen. Neben dem Einzelfenstermodus sind noch einige andere neue Funktionen dazu gekommen. Die wohl wichtigste Neuerung hat aber unter der Haube stattgefunden. Durch die Integration der GEGL (Generic Graphics Library) ist jetzt nichtdestruktive Bildbearbeitung möglich. Ähnlich wie aus Lightroom bekannt, wird das Orginalbild jetzt zusammen mit den Änderungen abgespeichert. So kann auch beim erneuten laden des Bildes alles wieder Rückgänig machen.

    Wer mehr Infos über GIMP 2.8 möchte, dem kann ich den Artikel von Heise-Foto nur ans Herz legen.

  • Bildbezogen #7: Irish Harp Musik Bar Wittenberg

    Heute möchte ich ein Bild zeigen was im Irish Harp Pub in Lutherstadt Wittenberg entstanden ist und das Pub-Team vor der alten Telefonzelle zeigt, die dort zur Inneneinrichtung gehört.  Neben diesem Bild sind noch viele weitere entstanden, von denen einige unter anderem auf der neuen Website vom Pub (Link siehe oben) zu sehen sind. Für alle die aus Wittenberg oder Umgebung kommen und auf Live-Musik stehen, ist die Website übrigens immer einen Blick wert, denn der Pub bietet jedes Wochenende ausgesuchte Acts. Ein Besuch lohnt sich also nicht nur wegen einem frisch gezapften Guinness.

    Irish Harp Wittenberg

    Die Kameraeinstellungen waren 1/60 s, ISO 400 und Blende 8. Bei der Aufnahme sind zwei Blitze zum Einsatz gekommen, einer als Hauplicht um die Drei von vorn zu beleuchten, der Zweite stand hinten in der Telefonzelle, um diese auszuleuchten und ein leichtes Keylight von hinten zu geben.

  • Hochzeitsfotos müssen nicht langweilig sein!

    Am Samstag war ich ja -wie man einen Artikel weiter vorn lesen kann- als Hochzeitsfotograf in Dessau, um Sandra und Sebastian zu fotografieren. Auch wenn die Zeit auf Hochzeiten für das Brautpaarshooting meist recht eng bemessen ist, ein paar Minuten für verrückte Bilder sind meist trotzdem drin.

    Das Bild besteht übrigens aus mehreren Fotos, die im Nachhinein in GIMP zusammengesetzt wurden.